Verein von Landseerfreunden und -züchtern in Deutschland e.V.
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in Deutschland e.V. - VLD -

Aktuelle Mitteilung der Zuchtleitung

Liebe Züchter, Deckrüdenbesitzer und interessierte Mitglieder,

Anfang Dezember bekam ich Kenntnis von einer den Landseer betreffenden Erkrankung, für die es bisher noch keine Erklärung, geschweige denn einen Test gab. Das Auftreten dieser Erkrankung fand bereits in 2010 in der Schweiz statt. Meine Recherchen ergaben, dass im vergangenen Jahr im genetischen Institut der Universität Bern, unter Leitung von Professor Dr. rer. nat. Tosso Leeb, der Genprint für die Muskeldystrophie beim Landseer (UCMD) gefunden wurde und daraufhin der entsprechende Test entwickelt wurde. Die Firma Laboklin verfügt über diesen Test. Den beigefügten Bericht hat uns Herr Prof. Leeb freundlicherweise zur Veröffentlichung genehmigt.

Unter www.genetics.unibe.ch ist die vollständige Studie in englischer Sprache nachlesbar. Doch was ist die Muskeldystrophie beim Landseer? Das Schlimme ist, dass sie bereits bei den Welpen im Alter von 3 Monaten auftreten kann, die Lebenserwartung beträgt etwa 18 Monate. Es handelt sich bei dieser Erkrankung um die Ullrich congenital Muskeldystrophie, wie sie auch beim Menschen vorkommt, angeborener Muskelschwund. Der Erbgang ist autosomal (geschlechtsungebunden) rezessiv. Unter unseren Zuchthunden wird man also schlimmstenfalls Trägertiere finden, betroffene Hunde werden das zuchtfähige Alter nicht erreichen. Durch Anpaarung von Trägertieren mit freien Tieren lässt sich also das Auftreten dieser Erkrankung vermeiden

Durch diese Veröffentlichung soll nun jedem Züchter Information und eben auch die Chance gegeben werden, persönlich zur Gesunderhaltung seiner Zucht und seiner Welpen beizutragen. Durch den oben genannten Test, kann ein “ bitterböses Erwachen“ an der Wurfkiste von vorne herein verhindert werden. Dieses ist nicht als erneuter Eingriff in unsere Landseerpopulation zu sehen, jeder unserer Zuchthunde ist wertvoll für die Erhaltung der Rasse, jedoch können wir durch Kenntnis von Risiken und deren Vermeidung unseren Landseer gesund erhalten. Es tut mir leid, innerhalb einer so kurzen Zeitfolge, wir haben auf der MV im Herbst gerade erst die Untersuchung aller Zuchttiere auf DM beschlossen, nun über eine im Falle ihres Auftretens ebenfalls tödliche Erkrankung, aufklären zu müssen. Durch zeitnahe Untersuchung, entsprechende Anpaarungen und damit Reduzierung des Vorkommens der UCMD auf 0%, wird diese Krankheit in unserer Population vermeidbar.

 

Karin Müller-Rostin                                                  Nordenham, den 17.01.2016

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